Je nach Berechnungsmodell leben in Deutschland zwischen acht und zwölf Millionen Menschen, das sind 10 bis 15% Prozent der Bevölkerung, in 'relativer Armut' (2007). Etwa ein Drittel davon sind allein Erziehende, ein Viertel davon sind kinderreiche Familien. In Armut aufzuwachsen bedeutet Einfluss auf die Bildungschancen, armutsbedingt werden diese Menschen im statistischen Mittel auch häufiger krank. Als weitere Ursachen der Armutsspirale kommen hinzu die hohe Arbeitslosigkeit, die grosse Staatsverschuldung und ungleiche Einkommensverteilungen als Folgen unausgereifter Gesetze unter hohem Zeitdruck. Neu ist, dass in den Hartz IV Gesetzen nicht mehr die Würde des Menschen im Vordergrund steht, sondern "der Hilfesuchende als wirtschaftlich handelndes Subjekt" betrachtet wird. Bei der Armutsentwicklung in Deutschland ist trotz positiver Nachrichten der Medien zur Konjunkturentwicklung kein Ende in Sicht.
